Unterschied Osmose & Mischbettharz

02.02.2018 00:00 | Osmosereinigung

 

Wir bekommen in der Beratung mit unseren Kunden häufig die Frage gestellt "Wo liegt der Unterschied zwischen Osmose-Systemen und Mischbettharzen?".

Mit Blick auf das Wasser, welches beide Systeme produzieren bzw. filtern ist die Antwort einfach: es gibt keinen wirklichen Unterschied!
Ein Wasser mit einer Qualität von z.B. 2 PPM welches aus einer Osmose-Anlage kommt unterscheidet sich für diverse Reinigungsarbeiten nicht von dem Wasser, welches mit einem Mischbettharz filtriert wurde.
Trotzdem haben Umkehr-Osmose-Anlagen und Mischbettharz-Systeme nur wenig mit einander zu tun.

Eine kurze Erklärung lautet "Mischbettharz-Systeme sind günstig in der Anschaffung und teuer im Unterhalt. Bei Osmose-Systemen ist es genau umgekehrt!". Eine weitere lautet:
"Wer viel Wasser braucht nutzt eine Osmose-Anlage, wer wenig braucht nimmt ein Mischbettharz"  Beide sind im Kern Ihrer Aussage richtig. Dies liegt an dem unterschiedlichen Verfahren, mit welchem beide Prinzipien funktionieren.
Die ausführliche Erklärung ist jedoch auch lesenswert und kann helfen, dass für Sie richtige Wasser-System zu finden.
 

Zum Mischbettharz:
In einem Mischbettharz wird das Leitungswasser durch eine Art "Granulat" geleitet. Dieses bindet alle Moleküle - mit Ausnahme des Wasser-Teilchens. Das Ergebnis ist Reinwasser mit einer hohen Qualität. Das Problem ist jedoch, dass das angesprochene Harz seine Eigenschaften verliert und ab einem bestimmten Punkt keine Mineralien mehr binden kann. Dann muss es getauscht werden. Da das "verbrauchte" Harz aufwendig regeneriert oder komplett entsorgt werden muss, produziert der Verbrauch von Harz logischer Weise laufende Kosten. Abhängig davon, welches Mischbettharz-System genutzt wird, fallen so unterschiedlich hohe Kosten an. Entscheidender für die laufenden Kosten bei einem Mischbettharz-System ist jedoch die Wasserhärte in der jeweiligen Region, in der das System zum Einsatz kommt. So kann der Einsatz eines solchen Systems z.B in Ost-Friesland zu laufenden Kosten von 12-20 € pro 1000 Liter Wasser führen, weil das Leitungswasser dort an sich bereits recht "weich" ist und wenige Mineralien führt. Gleichzeitig kann in Ost-Westfalen-Lippe - z.B. in Enger am Firmensitz der Firma VF Reingungstechnik - der Einsatz eines Mischbettharz-System bis zu 100,- € pro 1000 Liter Reinwasser führen, da das Harz hier schneller erschöpft ist. Der Grund hierfür ist natürlich das sehr harte Eingangswasser.

Diese Betrachtung zeigt bereits, dass ein Mischbettharz-System vermutlich dann nicht mehr wirtschaftlich sein kann, wenn große Mengen an Wasser gebraucht werden. Wie groß diese Mengen und die entsprechenden Kosten sind, hängt dabei stark vom persönlichen Wasserbedarf und der Wasserhärte ab, die im Einsatzgebiet vorrangig herscht.

Zur Umkehr-Osmose:
Eine Umkehr-Osmose-Anlage produziert bzw. filtert ebenfalls Reinwasser. Der Weg hierbei ist jedoch ein fast verschleißfreier bzw. fallen fast keine laufenden Kosten an. Dies liegt am mechanischen Filterprinzip einer solchen Anlage.
In einer Membrane - dem Herz einer jeden Umkehr-Osmose-Anlage - wird Wasser unter teils hohem Druck durch eine Art "Sieb" gepresst, welches sehr kleine Poren besitzt . Diese Poren sind so klein, dass sie lediglich vom Wasser-Molekül passiert werden können.
Hierbei kommt dem Prinzip zu Gute, dass das Wasser-Molekül ausgerechnet das kleinste ist, welches in unserem Leitungswasser vorkommt. Dieser Vorgang ist deshalb verschleißfrei, weil das "Sieb" (die Membrane) während der Produktion ständig gereinigt wird. Dabei werden die Mineralien (z.B. Kalk) aus der Membrane herausgespült, die die Membranwände nicht passieren können. Dies geschieht über den Abwasser-Ausgang (auch Konzentrat) genannt. Der Rest des Wassers - das übrige Reinwasser - verlässt die Membrane bzw. die Osmose-Anlage über den Reinwasser-Ausgang (auch Permeat genannt). Dies hat zur Folge, dass Umkehrosmose-Anlagen einen "Ausschuss" an mineralhaltigem Wasser produzieren, der nicht für die Reinigung genutzt werden kann.
Dafür muss außer kleineren Vorfiltern an einer Osmose-Anlage in der Regel nichts getauscht oder nachgefüllt werden. Die laufenden Kosten liegen daher bei fast allen Herstellern bei unter bzw. ca. 1,- € pro 1000,- Liter Reinwasser.

Um wirklich herausfinden zu können, welches System für einen bestimmten Einsatz, ein konkretes Vorhaben oder eine individuelle Reinigungsfirma geeignet ist, müssen jedoch noch mehr deutlich mehr Aspekte beachtet werden. Z.B: sollen automatische Bürsten genutzt werden, gibt es ein Tanksystem, sollen zwei Personen gleichzeitig arbeiten können, muss oft Brunnenwasser genutzt werden........
Zudem gibt es auch Mischbettharz-Systeme, die bereits in der Anschaffung relativ teuer sind und trotzdem hohe laufende Kosten produzieren, während zusätzlich auch bereits unterhalb von 2000,- € Anschaffungspreis sehr gute Osmose-Systeme zu haben sind.

Abschließend bitten wir Sie daher einfach zum Telefon zu greifen und sich von uns beraten zu lassen. Wir kommen selbst vom Fach und aus der Praxis und erläutern Ihnen gerne alles Wissenswerte zum Thema der Osmose-Reinigung!

 

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